Welche Zahlen kommen in die Wochenplanung?
Beginnen Sie mit dem verfügbaren Zahlungsbestand vor der ersten Planwoche. Ordnen Sie die tatsächlich erwarteten Zu- und Abflüsse den Wochen zu. Noch nicht bezahlter Umsatz ist nicht automatisch eine Einzahlung. Auch Investitionen, Tilgungen und enthaltene Steuern können Zahlungen auslösen; bloße Abschreibungen dagegen nicht. Nicht gezogene Kreditlinien gehören im Kostenia-Modell nicht in das Startguthaben.
Praxis: Liquiditätsplanung mit Excel oder Online-Rechner
Eine Excel-Vorlage kann Zahlungswochen flexibel abbilden, muss aber selbst gepflegt und auf Rechenfehler geprüft werden. Der kostenlose Kostenia-Rechner führt Sie durch 13 Wochen und zeigt den niedrigsten Wochenendbestand. Er bietet keinen Excel-Download und übernimmt keine Kontoumsätze automatisch.
Praxis: Wie zeigt der Musterfall eine verdeckte Lücke
Der fiktive Betrieb startet mit 20.000 Euro. In Woche 1 gehen 8.000 Euro ein und 18.000 Euro aus: Es bleiben 10.000 Euro. In Woche 2 folgen 9.000 Euro Einzahlungen und 22.000 Euro Auszahlungen: Der Stand beträgt minus 3.000 Euro. Spätere Zahlungseingänge ändern nichts daran, dass in dieser Planwoche eine rechnerische Unterdeckung entsteht.
Praxis: Was muss nach jeder neuen Woche angepasst werden
Vergleichen Sie eingetretene Zahlungen mit der alten Annahme. Übertragen Sie den tatsächlich vorhandenen neuen Anfangsbestand und aktualisieren Sie die noch offenen Wochen. Für eine fortlaufende Sicht ergänzen Sie hinten eine weitere Woche. Der kostenlose Rechner speichert diese Versionen nicht; seine Druckansicht dokumentiert Ihre Eingaben. Ein automatischer Abgleich mit Konto oder OP-Liste ist nicht enthalten.
Praxis: Welche Risiken bleiben trotz positivem Wochenendbestand
Zahlt ein Kunde am Freitag und ist die große Auszahlung am Montag fällig, kann der Wochenendwert den zwischenzeitlichen Bedarf verdecken. Prüfen Sie kritische Wochen deshalb taggenau mit den tatsächlichen Fälligkeiten. Die Rechnung testet keine Kreditverfügbarkeit und entscheidet keine Insolvenzfrage. Unbekannte Zahlungseingänge sollten Sie nicht als sicher eintragen, nur damit der Plan rechnerisch aufgeht.
Weitere Fragen aus der Praxis
Sind 13 Wochen exakt drei Kalendermonate?
Nein. Der Rechner verwendet 13 aufeinanderfolgende Wochen und relative Wochennummern. Er übernimmt keine konkreten Monatslängen oder Feiertagsverschiebungen.
Warum wird der Anfangsbestand beim Tiefstand mitgezählt?
Eine bereits vorhandene Unterdeckung soll nicht verschwinden, nur weil in Woche 1 ein großer Zahlungseingang geplant ist. Anfang und alle Wochenenden gehören deshalb zur Prüfung.
Ist der angezeigte Fehlbetrag der gesamte Finanzierungsbedarf?
Er ist der größte Fehlbetrag an den betrachteten Stichtagen nach Ihren Eingaben. Bedarf innerhalb der Wochen oder fehlende Zahlungen können darüber hinausgehen.
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Quellen und Einordnung
- IHK Hannover: Liquiditätsplanung
Grundlage: Zahlungsbewegungen statt bloßer Aufwendungen und Erträge, Stand 10.02.2025, abgerufen 15.09.2026.
Allgemeine Information zur rechnerischen Prüfung und Organisation. Keine Rechts-, Steuer-, Finanz-, Anlage- oder Versicherungsberatung und keine Vermittlung. Vertragsauslegung und verbindliche Entscheidungen gehören zur zuständigen Fachperson. Korrekturhinweis senden.
Praxis: Was ist der nächste Schritt
Den Zahlungsbestand Woche für Woche fortschreiben. 13-Wochen-Plan erstellen.
