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Auftrag annehmen? Deckungsbeitrag und Engpass gemeinsam prüfen

Ein Auftrag mit positivem Stückdeckungsbeitrag kann zur Kostendeckung beitragen. Ob er insgesamt sinnvoll ist, hängt unter anderem von zusätzlichen Leistungen und Kapazitätskonflikten ab.

Werkstattleiter prüft Auftrag, Material und verfügbare Kapazität
Illustration zum Thema. Die Rechenbeispiele im Beitrag sind fiktiv und keine Kundenfälle.

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Ein Auftrag mit positivem Stückdeckungsbeitrag kann zur Kostendeckung beitragen. Ob er insgesamt sinnvoll ist, hängt unter anderem von zusätzlichen Leistungen und Kapazitätskonflikten ab.

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Welche Kosten löst dieser Auftrag zusätzlich aus?

Neben Material können Sonderverpackung, Einrichtung, Versand oder auftragsspezifische Fremdleistungen entstehen. Rechnen Sie diese nicht weg, nur weil sie einmalig sind. Die Stückkosten und die Menge müssen auf denselben Auftrag bezogen werden. Bereits anderweitig enthaltene Positionen dürfen nicht ein zweites Mal abgezogen werden.

Praxis: Wie verändert ein einmaliger Zusatzaufwand das Ergebnis

Muster: 200 Stück zu 50 Euro mit 30 Euro variablen Stückkosten ergeben 4.000 Euro Stückbeitrag in Summe. Erfordert der Auftrag weitere 3.500 Euro einmalige Einrichtung, bleiben dafür nur 500 Euro vor den übrigen Fixkosten. Der reine Stückdeckungsbeitrag hätte die Besonderheit dieses Auftrags übersehen.

Praxis: Was passiert bei einem Kapazitätsengpass

Vergleichen Sie zusätzlich den Beitrag je tatsächlich knapper Ressource. Ein höherer Auftragsbeitrag kann schlechter sein, wenn dafür unverhältnismäßig viele Engpassstunden benötigt werden. Liefertermine, Umrüstfolgen und alternative Aufträge sind dazu erforderliche Daten. Eine solche Auftragsoptimierung ist nicht Bestandteil des einfachen Deckungsbeitragsrechners.

Praxis: Welche nicht rechnerischen Bedingungen bleiben offen

Zahlungsrisiko, Qualität, Gewährleistungsfragen und strategische Kundenbeziehungen werden durch die Kostenformel nicht entschieden. Sie können die Annahme wirtschaftlich verändern. Der Rechner bereitet den zahlenbezogenen Teil vor. Besondere vertragliche oder steuerliche Fragen benötigen eine separate qualifizierte Prüfung und keine automatisch erzeugte Zusage.

Weitere Fragen aus der Praxis

Kann ich bei Leerlauf dauerhaft unter Vollkosten verkaufen?

Ein kurzfristiger Zusatzbeitrag beantwortet nicht die langfristige Kostendeckung. Dauerhaft müssen auch die relevanten festen Kosten getragen werden.

Berücksichtigt der Rechner offene Kundenforderungen?

Nein. Er verwendet Preis, variable Stückkosten und Menge, nicht die Bonität oder den tatsächlichen Zahlungseingang.

Soll ich zugesagte Folgeaufträge einrechnen?

Trennen Sie den heutigen Auftrag von unsicheren zukünftigen Erlösen. Eine erwartete Folgebestellung ist kein bereits erzielter Beitrag.

Passende Vertiefungen: Mehr Umsatz, weniger Gewinn: Welche Rechnung zuerst prüfen? und Maschinenstundensatz kalkulieren: Welche Stunden gehören in den Nenner?.

Quellen und Einordnung

  • Kostenia: Leistungsumfang

    Die beschriebenen manuellen Prüfungen und Modellannahmen sind keine Zusage eines automatischen Vollservice.

  • Kostenia: Quellen und Methodik

    Eigene betriebswirtschaftliche Erläuterungen und ausdrücklich fiktive Musterrechnungen, keine Kundenfälle oder veröffentlichten Marktbenchmarks.

Allgemeine Information zur rechnerischen Prüfung und Organisation. Keine Rechts-, Steuer-, Finanz-, Anlage- oder Versicherungsberatung und keine Vermittlung. Vertragsauslegung und verbindliche Entscheidungen gehören zur zuständigen Fachperson. Korrekturhinweis senden.

Praxis: Was ist der nächste Schritt

Den ersten Rechenschritt nachvollziehen. Stückbeitrag berechnen.