Praxis: Welche Daten brauchen Sie für den Start
Verwenden Sie den gleichen Zeitraum für alle Lieferanten. Führen Sie Schreibvarianten zusammen, ziehen Sie zugehörige Gutschriften korrekt ab und trennen Sie durchlaufende oder fremde Beträge. Entscheiden Sie ausdrücklich, ob Sie Zahlungen oder periodengerechten Bezug auswerten. Ein Wechsel der Grundlage verfälscht die Reihenfolge.
Praxis: Wie funktioniert die Berechnung
Sortieren Sie Lieferanten nach ihrem Jahresvolumen. Teilen Sie jeden Wert durch die Gesamtsumme und addieren Sie die Anteile von oben. Bei 200.000 Euro Gesamtvolumen entspricht ein Lieferant mit 60.000 Euro einem Anteil von 30 Prozent. Drei Lieferanten mit zusammen 150.000 Euro decken 75 Prozent ab.
Praxis: Wo liegen sinnvolle Klassengrenzen
Es gibt keine für jeden Betrieb richtige Grenze. Wählen Sie Klassen passend zur Bearbeitungskapazität und dokumentieren Sie diese. Die A-Gruppe kann besonders intensiv, die übrigen Gruppen schlanker geprüft werden. Ein kleiner Anbieter eines kritischen Ersatzteils braucht trotzdem eine erhöhte Aufmerksamkeit.
Praxis: Welche Handlung folgt aus der Liste
Prüfen Sie bei großen Positionen Verträge, Mengen, Leistungsbedarf und Vergleichbarkeit. Ergänzen Sie neben dem Volumen eine Spalte für Versorgungskritikalität. So verhindert die Liste, dass Sie viele Stunden in geringe Ausgaben investieren und gleichzeitig einen wichtigen Abhängigkeitspunkt übersehen.
Weitere Fragen aus der Praxis
Gilt die 80/20-Regel immer?
Nein. Sie ist keine Vorgabe für Ihre tatsächliche Ausgabenverteilung. Rechnen Sie die eigenen Anteile aus.
Sind C-Lieferanten automatisch kündbar?
Nein. Ein kleiner Jahresbetrag kann für eine betriebswichtige Leistung stehen.
Kann ich dafür die Summen- und Saldenliste (SuSa) verwenden?
Sie zeigt Kostenarten. Für die Verteilung auf einzelne Lieferanten benötigen Sie passende Kreditoren- oder Belegdaten.
Passende Vertiefungen: Rahmenvertrag im Einkauf: Welche Kosten gehören in den Vergleich? und Lieferant erhöht Preise: Wie prüfen Sie die tatsächliche Mehrbelastung?.
Quellen und Einordnung
- Kostenia: Quellen und Methodik
Die Beispiele sind eigene Musterrechnungen, keine Marktpreise oder Kundenergebnisse.
- Kostenia: Umfang der Prüfungen
Manuelle Arbeitsschritte im Ratgeber sind keine Zusage einer automatischen Softwareprüfung.
Allgemeine Information zur rechnerischen Prüfung und Organisation. Keine Rechts-, Steuer-, Finanz-, Anlage- oder Versicherungsberatung und keine Vermittlung. Vertragsauslegung und verbindliche Entscheidungen gehören zur zuständigen Fachperson. Korrekturhinweis senden.
Praxis: Was ist der nächste Schritt
Starten Sie auf Kostenartenebene und fordern Sie Detailbelege gezielt nach. Kostenprofil ansehen.
